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Forschungsbericht Maria Schöll & Laszlo Finta Forschungsstand: Januar 2026

Dieser Forschungsbericht untersucht das Ehepaar Maria Schöll und László Finta, mit dem Ziel, die bekannten Lebensdaten beider Personen quellenkritisch zu erfassen, den Migrations- und Aufenthaltsverlauf von Europa in die Vereinigten Staaten nachzuvollziehen sowie die vorhandenen europäischen und US-amerikanischen Quellen systematisch zu strukturieren.

Ein weiteres Ziel ist die Identifikation offener Fragen, insbesondere im Zusammenhang mit Flucht, Migration, Eheschließung, Einbürgerung und Tod, sowie die Vorbereitung gezielter weiterer Forschungsschritte auf Grundlage der vorhandenen Quellenbestände.

I. Forschungsgegenstand und Zielsetzung

Dieser Forschungsbericht untersucht das Ehepaar Maria Schöll und László Finta, mit dem Ziel, die bekannten Lebensdaten beider Personen quellenkritisch zu erfassen, den Migrations- und Aufenthaltsverlauf von Europa in die Vereinigten Staaten nachzuvollziehen sowie die vorhandenen europäischen und US-amerikanischen Quellen systematisch zu strukturieren.

Ein weiteres Ziel ist die Identifikation offener Fragen, insbesondere im Zusammenhang mit Flucht, Migration, Eheschließung, Einbürgerung und Tod, sowie die Vorbereitung gezielter weiterer Forschungsschritte auf Grundlage der vorhandenen Quellenbestände.

II. Gesicherte personenbezogene Daten

Maria Schöll

Maria Schöll wurde am 21. April 1914 in Sopron (Ungarn) geboren. Sie ist die Tochter von Karl Schöll und Anna Schöll, geborene Horváth.
Ihre Geburt ist durch kirchliche und staatliche Register in Sopron belegt.

Maria Schöll wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten aus. Spätestens 1957 hielt sie sich in Chicago, Cook County, Illinois, auf, wo sie gemeinsam mit ihrem Ehemann László Finta eingebürgert wurde.
Sie starb am 31. Januar 2005 in Chicago, Illinois, was durch US-amerikanische Register (Social Security Death Index) gestützt wird.

László Finta

László Finta war der Ehemann von Maria Schöll.
Zu seinen frühen Lebensdaten (Geburt, Herkunftsort, Eltern) liegen bislang nur eingeschränkte gesicherte Angaben vor. Er ist jedoch gemeinsam mit Maria Schöll in mehreren US-amerikanischen Quellen nachweisbar, insbesondere im Zusammenhang mit Flucht, Einwanderung, Einbürgerung und Tod.

Auch für László Finta liegt ein Eintrag im Social Security Death Index vor, der seinen Tod in den Vereinigten Staaten belegt.

Eine detaillierte Absicherung seiner Herkunft und frühen Lebensphase ist Gegenstand weiterer Forschung.

III. Ehe und gemeinsamer Lebensverlauf

Maria Schöll und László Finta bilden ein Ehepaar, das spätestens in der Nachkriegszeit gemeinsam migrierte.
Beide sind gemeinsam dokumentiert in:

  • Passagier- und Flüchtlingslisten der Nachkriegszeit

  • Einbürgerungsunterlagen in den Vereinigten Staaten

  • US-amerikanischen Sterberegistern

Der gemeinsame Aufenthalt in Chicago (Illinois) ist spätestens ab 1957 gesichert.
Ob die Eheschließung bereits in Europa oder erst nach der Migration stattfand, ist derzeit nicht abschließend geklärt und bedarf weiterer Untersuchung.

Angaben zu gemeinsamen Kindern liegen derzeit nicht gesichert vor.

IV. Quellenlage und Bestandsaufnahme

Für die Untersuchung des Ehepaares Maria Schöll und László Finta steht eine mehrschichtige Quellenlage zur Verfügung, die sowohl europäische Personenstandsunterlagen als auch umfangreiche US-amerikanische Verwaltungs- und Migrationsquellen umfasst. Die Quellen stammen aus staatlichen Archiven, internationalen Suchdiensten sowie privaten genealogischen Sammlungen. Im Folgenden werden sie nach Herkunft und Quellentyp gegliedert dargestellt.

1. Europäische Quellen

1.1 Kirchliche und staatliche Register (Sopron, Ungarn)

Für Maria Schöll liegen kirchliche und staatliche Registereinträge aus Sopron vor, die ihre Geburt und familiäre Herkunft dokumentieren. Diese Quellen wurden bereits im Rahmen der Forschung zum Elternpaar Karl Schöll und Anna Schöll, geborene Horváth, ausgewertet und bilden die Grundlage für die Identifikation von Maria Schöll als Tochter dieses Ehepaares.

Quellenart: Kirchenbücher (römisch-katholisch), staatliche Personenstandsregister

Überlieferungsform: Originale bzw. Digitalisate von Mikrofilmen

Aussagekraft: hoch für Geburt, Elternschaft und konfessionelle Zugehörigkeit

2. Flucht- und Migrationsquellen (Nachkriegszeit)

2.1 Passagier- und Flüchtlingslisten (Arolsen Archives)

Für Maria Schöll und László Finta liegen Einträge in Passagier- und Flüchtlingslisten der Nachkriegszeit vor. Diese Unterlagen dokumentieren die Migration von Europa in die Vereinigten Staaten im Zeitraum 1946–1971.

Herkunft: Arolsen Archives – International Center on Nazi Persecution

Quellenart: Sekundär überlieferte Verwaltungsunterlagen (Flüchtlings- und Transportlisten)

Überlieferungsform: Digitalisate

Aussagekraft: mittel bis hoch für Migrationsbewegungen, Aufenthaltsorte und zeitliche Einordnung (abhängig vom jeweiligen Eintrag)

Eine detaillierte Auswertung der einzelnen Einträge steht noch aus.

3. US-amerikanische Einwanderungs- und Einbürgerungsunterlagen

3.1 Einbürgerungsregister Chicago (1957)

Für Maria Schöll und László Finta liegt ein gemeinsamer Eintrag im Einbürgerungsregister von Chicago aus dem Jahr 1957 vor. Das entsprechende Digitalisat stammt aus den National Archives at Chicago.

Quellenart: Staatliche Verwaltungsquelle (Einbürgerungsunterlagen)

Überlieferungsform: Originalunterlagen als Digitalisat

Aussagekraft: hoch für:

  • Aufenthaltsort (Chicago)

  • rechtlichen Status

  • zeitliche Fixierung der Einbürgerung

Diese Quelle ist zentral für die Rekonstruktion des dauerhaften Aufenthalts des Ehepaares in den Vereinigten Staaten.

4. Sterbeunterlagen und Nachweise des Lebensendes

4.1 Social Security Death Index (SSA)

Für beide Personen liegen Einträge im Social Security Death Index der Social Security Administration (Washington, D.C.) vor.

Quellenart: Sekundäre staatliche Indexquelle

Überlieferungsform: Datenbankeintrag

Aussagekraft: hoch für:

  • Todesdatum

  • Todesort (USA)

Eine Verknüpfung mit ergänzenden Sterbeurkunden oder lokalen Registern ist für eine vollständige Absicherung empfehlenswert.

5. Genealogische Plattformen als Zugangswege

Ein Teil der genannten Quellen wurde über die genealogische Plattform Ancestry recherchiert. Ancestry dient hierbei ausschließlich als Zugangs- und Rechercheinstrument, nicht als originäre Quelle.

Die maßgeblichen Quellen bleiben:

  • die Digitalisate der National Archives (Chicago),

  • die Bestände der Arolsen Archives,

  • die Register der Social Security Administration.

6. Zusammenfassung der Quellenlage

Die Quellenlage zum Ehepaar Maria Schöll und László Finta ist insbesondere für die amerikanische Lebensphase gut belegt, während zur frühen Lebensgeschichte von László Finta sowie zur Eheschließung des Paares noch Forschungslücken bestehen.

Die vorhandenen Quellen erlauben eine belastbare Rekonstruktion von:

  • Migration,

  • Aufenthaltsort in den USA,

  • Einbürgerung,

  • Tod beider Personen.

Eine weiterführende Analyse und Korrelation der einzelnen Belege erfolgt in Abschnitt V.

V. Analyse und Korrelation der vorliegenden Befunde

Auf Grundlage der in Abschnitt IV dargestellten Quellen lassen sich erste Zusammenhänge zwischen den einzelnen Belegen zum Ehepaar Maria Schöll und László Finta herstellen. Ziel dieses Abschnitts ist es, die verfügbaren Informationen in Beziehung zueinander zu setzen, ihre gegenseitige Stützung zu prüfen und bestehende Erkenntnislücken sichtbar zu machen, ohne bereits abschließende Schlussfolgerungen zu ziehen.

1. Identität von Maria Schöll

Die Identität von Maria Schöll als Tochter von Karl Schöll und Anna Schöll, geborene Horváth, ist durch kirchliche und staatliche Register in Sopron eindeutig gesichert. Die Übereinstimmung von Name, Geburtsdatum (21. April 1914) und Geburtsort (Sopron) ermöglicht eine stabile Zuordnung der europäischen Quellen zu den US-amerikanischen Einträgen.

Die in den US-amerikanischen Quellen verwendete Namensform „Maria Finta“ lässt sich durch die belegte Ehe mit László Finta erklären und steht nicht im Widerspruch zu den europäischen Quellen.

2. Eheliche Verbindung von Maria Schöll und László Finta

Mehrere US-amerikanische Quellen (Einbürgerungsregister, Passagier- und Flüchtlingslisten) führen Maria Schöll und László Finta gemeinsam. Dies spricht für eine bestehende eheliche Verbindung spätestens zum Zeitpunkt der Migration bzw. Einbürgerung.

Der genaue Zeitpunkt und Ort der Eheschließung sind derzeit nicht belegt. Es ist offen, ob die Ehe bereits in Europa geschlossen wurde oder erst nach der Ankunft in den Vereinigten Staaten. Diese Frage bleibt für die weitere Forschung zentral.

3. Migration und Fluchtkontext

Die Einträge in den Passagier- und Flüchtlingslisten der Arolsen Archives dokumentieren eine Migration des Ehepaares in der Nachkriegszeit. In Kombination mit der Einbürgerung im Jahr 1957 ergibt sich ein zeitlich konsistentes Bild eines mehrjährigen Aufenthalts in den Vereinigten Staaten vor dem Erwerb der Staatsbürgerschaft.

Die Migrationsquellen ergänzen sich inhaltlich mit den Einbürgerungsunterlagen und stützen gegenseitig die Annahme eines dauerhaften Aufenthalts in Chicago spätestens ab Mitte der 1950er Jahre.

4. Einbürgerung als Fixpunkt im Lebensverlauf

Der gemeinsame Eintrag im Einbürgerungsregister von Chicago aus dem Jahr 1957 stellt einen zentralen Fixpunkt im Lebensverlauf des Ehepaares dar. Diese Quelle bestätigt nicht nur den Aufenthaltsort, sondern auch den rechtlichen Status von Maria Schöll und László Finta in den Vereinigten Staaten.

Die Einbürgerung korreliert zeitlich mit den zuvor dokumentierten Migrationsbewegungen und bildet einen Übergang von der Phase der Flucht bzw. Migration zur Phase der dauerhaften Ansiedlung.

5. Todesnachweise in den Vereinigten Staaten

Die Einträge im Social Security Death Index belegen den Tod von Maria Finta (geb. Schöll) und László Finta in den Vereinigten Staaten. Die Übereinstimmung von Namen, zeitlichem Rahmen und Aufenthaltsort stützt die Identifikation der Personen.

Da es sich beim Social Security Death Index um eine Indexquelle handelt, bleibt eine zusätzliche Absicherung durch Sterbeurkunden oder lokale Register wünschenswert.

6. Zusammenführende Bewertung

Die vorhandenen Quellen zeichnen ein in sich stimmiges Bild des Lebenswegs von Maria Schöll und László Finta von Ungarn in die Vereinigten Staaten. Die europäischen und amerikanischen Quellen widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich zeitlich und inhaltlich.

Gleichzeitig zeigen sich klare Forschungslücken, insbesondere in Bezug auf:

  • die Herkunft und frühen Lebensdaten von László Finta,

  • den Zeitpunkt und Ort der Eheschließung,

  • detaillierte Umstände der Flucht und Migration.

Diese offenen Punkte bilden die Grundlage für die im nächsten Abschnitt formulierten Forschungsfragen.

VII. Offene Forschungsfragen und nächste Schritte

Die Analyse der vorliegenden Quellen zum Ehepaar Maria Schöll und László Finta zeigt eine insgesamt gut belegte amerikanische Lebensphase, während zentrale Aspekte der frühen Biographie und der Migrationsvorgeschichte noch ungeklärt sind. Die folgenden offenen Forschungsfragen ergeben sich unmittelbar aus der Quellenlage und strukturieren die weiteren Arbeitsschritte.

1. Herkunft und frühe Lebensdaten von László Finta

  • Wann und wo wurde László Finta geboren?

  • Lassen sich Angaben zu seinen Eltern und seiner familiären Herkunft ermitteln?

  • Gibt es europäische Personenstands- oder Kirchenbucheinträge, die eindeutig mit ihm in Verbindung gebracht werden können?

  • Lassen sich diese Angaben über US-amerikanische Unterlagen (z. B. Einbürgerungsakten, Passagierlisten) rückschließen oder bestätigen?

2. Eheschließung von Maria Schöll und László Finta

  • Wann und wo fand die Eheschließung statt?

  • Wurde die Ehe bereits in Europa geschlossen oder erst nach der Migration in die Vereinigten Staaten?

  • Existieren zivile oder kirchliche Heiratseinträge in Ungarn, Österreich oder den USA?

  • Enthalten Einbürgerungs- oder Migrationsunterlagen Hinweise auf den Familienstand oder den Zeitpunkt der Eheschließung?

3. Flucht- und Migrationskontext nach dem Zweiten Weltkrieg

  • Unter welchen Umständen verließen Maria Schöll und László Finta Europa?

  • Lassen sich Aufenthaltsorte vor der Überfahrt in die USA (z. B. Displaced-Persons-Lager) rekonstruieren?

  • Enthalten die Unterlagen der Arolsen Archives ergänzende Informationen zu Status, Nationalität oder familiären Bindungen?

  • Gibt es Hinweise auf frühere oder alternative Migrationsrouten?

4. Aufenthalt und Integration in den Vereinigten Staaten

  • Seit wann hielten sich Maria Schöll und László Finta dauerhaft in Chicago auf?

  • Gibt es Melde-, Wohn- oder Arbeitsunterlagen, die den Zeitraum zwischen Einreise und Einbürgerung näher beleuchten?

  • Lassen sich soziale Netzwerke (z. B. Landsleute, Verwandte, Trauzeugen) in den USA nachweisen?

5. Nachkommen des Ehepaares

  • Gibt es gemeinsame Kinder von Maria Schöll und László Finta?

  • Falls ja: Lassen sich Geburts-, Heirats- oder Sterbeeinträge in US-amerikanischen Registern nachweisen?

  • Falls nein: Gibt es Quellen, die Kinderlosigkeit ausdrücklich belegen oder nahelegen?

6. Absicherung der Todesangaben

  • Können die im Social Security Death Index verzeichneten Todesdaten durch Primärquellen (Sterbeurkunden, Friedhofsregister, Nachrufe) bestätigt werden?

  • Lassen sich Begräbnisorte oder Grabstätten ermitteln?

  • Gibt es probate records oder Nachlassakten, die zusätzliche biographische Hinweise liefern?

7. Quellenkritische Nachpflege und Dokumentation

  • Vollständige Erfassung aller genutzten Quellen mit EE-konformer Zitierweise

  • Klare Trennung zwischen Originalquellen, Abschriften und Indexdaten

  • Ergänzung der TNG-Datenbank um präzise Quellenverknüpfungen auf Ereignisebene

  • Kennzeichnung gesicherter Daten gegenüber hypothetischen Annahmen

Abschlussbemerkung

Dieser Forschungsbericht dokumentiert den aktuellen Kenntnisstand zum Ehepaar Maria Schöll und László Finta und macht zugleich deutlich, an welchen Stellen die Überlieferung lückenhaft ist oder weiterer Klärung bedarf. Er dient als strukturierte Grundlage für die Fortsetzung der Forschung und ermöglicht eine gezielte, quellenkritische Vertiefung einzelner Aspekte, insbesondere der europäischen Herkunft und des Migrationskontextes.


Besitzer des Originals bzw. der VorlageJasmin Riegler
Datum13 Jan 2026
Verknüpft mitÁllami anyakönyvek (Staatliche Zivilstandsregister) der Stadt Sopron, 1895–1911: Házasultak 1903 ápr.-dec. (sz. 41-195), 1904 jan.-aug. (sz. 1-143); Laszlo FINTA; Maria SCHÖLL

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